Pflegenavi in der Zeitschrift PROFIL

Wie können ältere und betreuungsbedürftige Menschen ihre finanzielle Selbstbestimmung behalten, wenn Bankfilialen verschwinden und gleichzeitig immer mehr Finanzdienstleistungen digital werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein aktueller Artikel des Nachrichtenmagazins PROFIL. Für den Beitrag wurde auch Pflegenavi-Mitgründer Rainer Schuster interviewt – und erzählt, wie eine persönliche Erfahrung mit seiner eigenen Großmutter zu einer der Grundideen hinter Pflegenavi führte.

Pflegenavi im PROFIL: Wenn finanzielle Selbstbestimmung auch im Alter selbstverständlich bleibt

Wie können ältere und betreuungsbedürftige Menschen ihre finanzielle Selbstbestimmung behalten, wenn Bankfilialen verschwinden und gleichzeitig immer mehr Finanzdienstleistungen digital werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein aktueller Artikel des Nachrichtenmagazins PROFIL. Für den Beitrag wurde auch Pflegenavi-Mitgründer Rainer Schuster interviewt – und erzählt, wie eine persönliche Erfahrung mit seiner eigenen Großmutter zu einer der Grundideen hinter Pflegenavi führte.

Digitalisierung erleichtert unseren Alltag in vielen Bereichen. Überweisungen werden am Smartphone erledigt, Rechnungen digital bezahlt und der aktuelle Kontostand ist jederzeit abrufbar.

Doch nicht alle Menschen können von dieser Entwicklung gleichermaßen profitieren.

Gerade ältere oder betreuungsbedürftige Menschen stoßen zunehmend auf Herausforderungen. Bankfilialen werden weniger, persönliche Dienstleistungen werden durch digitale Angebote ersetzt und gleichzeitig fällt es einem Teil der Bevölkerung schwer, Online-Banking, Apps oder Bankautomaten selbstständig zu nutzen.

Genau mit diesem Spannungsfeld beschäftigt sich der aktuelle PROFIL-Artikel „Sie waren alt und brauchten das Geld“ von Josef Redl.

 

Rainer Schuster im Interview mit PROFIL

Für den Beitrag hat PROFIL auch mit Rainer Schuster, Mitgründer von Pflegenavi, gesprochen.

Dabei geht es nicht nur um die Digitalisierung von Finanzprozessen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen, sondern auch darum, wie die ursprüngliche Idee hinter Pflegenavi entstanden ist.

Der Ausgangspunkt war eine Erfahrung in der eigenen Familie aller drei Gründer.

Die Großeltern lebten in einem Pflegeheim. Regelmäßig wurde Bargeld ins Heim gebracht, damit alltägliche Ausgaben bezahlt werden konnten. Einige Monate später kam schließlich per Post eine Abrechnung darüber, wofür das Geld ausgegeben worden war – beispielsweise für die Apotheke, die Fußpflege oder Einkäufe im Drogeriemarkt. Das war eine reine Zettelwirtschaft und Monate später konnten die Ausgaben nicht mehr nachvollzogen werden.

Ein Prozess, der beispielhaft zeigt, wie aufwendig die Verwaltung kleinerer Geldbeträge im Pflegebereich sein kann.

Einer der Gründer – Rainer Schuster – berichtet im Interview
über die eigene Erfahrung mit Fremdgeld in der Pflege

 

Bargeld und manuelle Abrechnungen sind in vielen Einrichtungen noch Alltag

Menschen, die in Pflege- oder Betreuungseinrichtungen leben, benötigen weiterhin Geld für zahlreiche persönliche Ausgaben: Einkäufe, Friseur, Fußpflege, Apotheke oder andere Dienstleistungen.

Die Verwaltung dieser Gelder stellt Einrichtungen jedoch vor besondere Herausforderungen.

Im PROFIL-Artikel wird auch eine in der Praxis problematische Situation angesprochen: Bewohner:innen geben teilweise ihre Bankomatkarte samt PIN-Code weiter, damit andere Personen für sie Bargeld beheben oder einkaufen gehen können. Hinzu kommt der erhebliche administrative Aufwand aufseiten der Einrichtungen. Bargeld muss verwaltet, Ausgaben müssen dokumentiert und Belege den jeweiligen Bewohner:innen zugeordnet werden. Eine reine Pflegedokumentations-Software hilft hier nicht mehr vollständig aus.

Was bei einer einzelnen Person überschaubar erscheinen mag, wird bei Dutzenden oder Hunderten Bewohner:innen schnell zu einem komplexen Prozess.

 

 

Genau hier setzt Pflegenavi an

Pflegenavi wurde entwickelt, um diese Prozesse zu digitalisieren und gleichzeitig Transparenz, Sicherheit und finanzielle Selbstbestimmung zu verbessern.

Statt Bargeldkassen, handgeschriebenen Listen und schwer nachvollziehbaren Abrechnungen ermöglicht Pflegenavi eine digitale Verwaltung der Gelder von Klient:innen und Bewohner:innen.

Ausgaben können nachvollziehbar dokumentiert werden. Angehörige beziehungsweise Erwachsenenvertreter können Einblick erhalten und sehen, wofür Geld ausgegeben wurde und wie hoch das aktuell verfügbare Guthaben ist.

Für Pflege- und Betreuungseinrichtungen bedeutet das gleichzeitig eine erhebliche Vereinfachung der administrativen Abläufe.

Unser Ziel dabei ist nicht Digitalisierung um ihrer selbst willen.

„Technologie soll Prozesse im Pflege- und Betreuungsalltag einfacher machen – und gleichzeitig dazu beitragen, dass Menschen möglichst lange finanziell selbstbestimmt bleiben können.“

 

Auch Isabella Gruber vom Caritas Haus Schönbrunn
wurde von PROFIL zu Pflegenavi interviewt

 

Wie Pflegenavi in der Praxis funktioniert

Dass dieser Ansatz nicht nur in der Theorie funktioniert, zeigt das Caritas Haus Schönbrunn, das ebenfalls im PROFIL-Beitrag vorkommt.

Hausleiterin Isabella Gruber berichtet darin von der früheren Situation: Wenn beispielsweise eine Friseurrechnung zu bezahlen war, wurde das Geld teilweise von der Pflegeeinrichtung vorgestreckt. Die Ausgabe musste anschließend verbucht und mit der nächsten Monatsrechnung wieder zurückgeholt werden.

Mit dem Einsatz von Pflegenavi ist dieser Prozess laut Gruber nicht mehr notwendig.

Genau solche alltäglichen Prozesse zeigen, warum die Digitalisierung in diesem Bereich einen Unterschied machen kann.

Es geht nicht nur darum, Bargeld durch eine digitale Lösung zu ersetzen. Es geht darum, Prozesse zwischen Bewohner:innen, Mitarbeiter:innen, Angehörigen, Erwachsenenvertreter:innen und Dienstleistern transparenter und effizienter zu gestalten.

 

Digitalisierung darf niemanden zurücklassen

Der PROFIL-Artikel stellt Pflegenavi in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang.

Unsere Gesellschaft wird älter und gleichzeitig schreitet die Digitalisierung des Finanzwesens immer schneller voran. Viele Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte längst ausschließlich online. Gleichzeitig gibt es Menschen, die digitale Angebote nicht oder nur eingeschränkt selbstständig nutzen können.

Besonders deutlich wird diese Herausforderung, wenn körperliche Einschränkungen, Pflegebedürftigkeit oder Demenz hinzukommen.

Die Antwort darauf kann aus unserer Sicht nicht sein, diese Menschen von digitalen Entwicklungen auszuschließen.

Vielmehr müssen digitale Lösungen so gestaltet werden, dass sie Unterstützung ermöglichen, ohne Selbstbestimmung unnötig einzuschränken.

Genau darin sehen wir eine der zentralen Aufgaben von Pflegenavi.

 

Zum Vergrößern klicken. © Profil

 

Mehr Transparenz für Angehörige und Erwachsenenvertreter

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachvollziehbarkeit.

Werden Gelder bar verwaltet, erfahren Angehörige häufig erst deutlich später, wofür bestimmte Beträge verwendet wurden. Digitale Prozesse können hier wesentlich mehr Transparenz schaffen.

Pflegenavi ermöglicht es, Ausgaben nachvollziehbar abzubilden und berechtigten Personen einen aktuellen Einblick zu geben.

Damit wird aus einer oft schwer nachvollziehbaren Bargeldverwaltung ein transparenter digitaler Prozess.

Und gleichzeitig können Mitarbeiter:innen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen von administrativen Tätigkeiten entlastet werden – Zeit, die an anderer Stelle wesentlich sinnvoller eingesetzt werden kann.

 

Ein persönliches Problem wurde zur Idee für Pflegenavi

Dass die Geschichte von Pflegenavi mit einer persönlichen Erfahrung beginnt, macht den PROFIL-Beitrag für uns besonders.

Was zunächst wie ein kleines alltägliches Problem wirkte – Bargeld ins Pflegeheim bringen und Monate später eine Abrechnung erhalten – steht stellvertretend für eine wesentlich größere Herausforderung.

Wie organisieren wir finanzielle Prozesse für Menschen, die Unterstützung benötigen?

Wie schaffen wir Transparenz für Angehörige und Erwachsenenvertreter?

Wie entlasten wir Mitarbeiter:innen in Einrichtungen von manueller Administration?

Und vor allem:

Wie nutzen wir Digitalisierung, ohne dabei die Menschen aus den Augen zu verlieren?

Mit Pflegenavi versuchen wir, genau darauf eine Antwort zu geben.

 

Vielen Dank an PROFIL

Wir freuen uns sehr, dass dieses Thema durch den Artikel einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, und bedanken uns bei PROFIL und Autor Josef Redl für das Gespräch und die Möglichkeit, unsere Perspektive einzubringen.

Den vollständigen Artikel dürfen wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht auf unserer Website veröffentlichen. Einen Ausschnitt daraus zeigen wir daher im Rahmen dieses Beitrags.

👉 Zum vollständigen PROFIL-Artikel:
https://www.profil.at/wirtschaft/digitalisierung-bank-alter-senioren-pflegenavi/403177943

 

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